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Thomas Meinl, Geschäftsführer (Meinl Kaffee)

Micropayment - bezahlen mit dem Handy

Sa, 02/26/2011

Micropayment bezeichnet die Zahlungsabwicklung von Zahlungen mit sehr kleinen Beträgen. Mit dem Handel digitaler Güter ist der Bedarf nach einer alternativen Zahlungsart von Kreditkarten Zahlungen oder Lastschriftverfahren entstanden, da die Kosten für die Abwicklung oftmals den Warenwert übersteigen. Das Micropayment ist somit vorallem beim Kauf von "Paid Content" wie digitale Musikstücke oder Zeitungsartikel hoch im Kurs.

Die Preise bewegen sich hierbei meist zwischen 0.01 und 5 CHF. Viele Anbieter versuchen dieses Problem durch ein weitgehend kostenloses Angebot zu umgehen und sich lediglich durch Werbung zu finanzieren.

Dies ist vielfach nicht zielführend, da die steigende Zahlungsbereitschaft der Kunden für (geringwertige) digitale Güter und Dienstleistungen hierdurch nicht abgeschöpft wird und den weitestgehend fixen Einnahmen durch die Werbung eventuell schwer kalkulierbare Ausgaben durch den Traffic, den die Nachfrager verursachen, gegenüber stehen.Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Liste der möglichen Zahlungslösungen geben und danach genauer auf eine davon, der Zahlung per Handy, eingehen.

Vorausbezahlte Systeme

Hierbei ist der monetäre Belastungzeitpunkt dem eigentlichen Kauf zeitlich vorgelagert. Mit jedem Kauf wird der Preis dem vorhandenen Guthaben abgezogen. Diese Möglichkeit kann in folgenden Formen auftreten:

  • eGeld: Es wird eine Wallet-Software installiert, welche die Fuktionen einer elektronischen Geldbörse, wie Guthabenspeicherung und -saldierung, bereitstellt
  • Bonuspunkte-/Rabattsystem: Hierbei werden im Vorhinein beim Systembetreiber Bonuspunkte zu ihrem monetären Gegenwert eingekauft, die dann anschließend an die Kunden weitergegeben werden können. Letztere können mit den gesammelten Punkten Produkte aus dem Angebot der am System angebundenen Unternehmen erwerben
  • Virtuelle Konten: Hierzu zählen zum Beispiel sogenannte Scratch-Cards, bei denen ein kartenidentifizierender Code freigerubbelt werden muss, unter dessen Angabe anschließend ein zugehöriges Guthaben verbraucht werden kann

Billing-/Inkasso-Systeme
Hierbei wird zunächst eine Reihe von Einzelzahlungen kumuliert („Billing“), die dann anschließend periodisch in einem zweiten Schritt addiert mittels herkömmlicher Zahlungsverfahren beglichen wird.

Mobilfunkbasierte Systeme

Mobilfunkbasierte Micropayment-Systeme (siehe Handypayment) bilden eine Querschnittsfunktion: Mittels mobiler Endgeräte ermöglichen sie die ortsunabhängige Bezahlung durch die oben aufgeführten Systemtypen. Neben der ubiquitären Zahlungsmöglichkeit sind des Weiteren die hohe Penetrationsrate von Mobiltelefonen, die mit den Geräten verbundene Identifizierbarkeit der Kunden sowie die günstigen Voraussetzungen der Mobilfunknetze hinsichtlich der Übertragungssicherheit von Vorteil.

Angebote in der Schweiz

Schon seit Langem integriert ist die Bezahlung an Selecta Automaten. Die angeschlossenen Automaten sind dabei stehts beschriftet und bieten eine ausführliche Erklärung. Nach abgeschlossenem Verkaufsvorgang erhält der Kunde eine Bestätigung per SMS. Es entsteht dabei lediglich eine Transaktionsgebühr von 0.25 CHF. Dem Käufer entfällt somit das mühsame Suchen nach passendem Kleingeld und kann sich schnell, unkompliziert und anonym einen Snack beschaffen.

Wie eine Studie um Jahr 2005 zeigte, wurde micropayment praktisch nicht genutzt (http://www.mediadesk.uzh.ch/assets/downloads/kurzbericht.pdf). Bereits im Jahr 2004 war in der Schweiz eine Reihe von Micropayment Anbieter vorhanden. Swisscom stellte jedoch ihr Angebot von Click & Buy nach kurzer Zeti wieder ein. Der Erfolg von Micropayment hängt daher im grossen Stile vom Angebot an Micropayment Produkten ab. Mit den neuen Smartphones und mobilem Internet könnte Micropayment aber wieder einen neuen Aufschwung erhalten und dies nicht nur innerhalb des iTunes store.

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Tags:

PostFinance, Payment Gateway, Micropayment